| Außenminister Frank-Walter Steinmeier besucht Motorenölhersteller |
Veröffentlicht von: LIQUI MOLY GmbH am 19.08.2009
Bundesaußenminister und SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier hat sicher Wahlkampfauftritte erlebt, die ihm leichter von der Hand gegangen sind als sein Besuch bei LIQUI MOLY Anfang August in Ulm. Denn Firmeninhaber Ernst Prost ging vor rund 50 Journalisten aus Deutschland und Österreich nicht auf Schmusekurs mit dem prominenten Politiker, sondern setzte sich für den Mittelstand ein und forderte, dass sich Leistung wieder lohnen muss.
Einfach sein Wahlkampfprogramm abspulen, das gelang dem SPD-Spitzenkandidaten am zweiten Tag seiner Deutschland-Reise nicht. Innerhalb von vier Tagen besuchte Steinmeier Anfang August Unternehmen, die ihres Innovationsgeistes und ihrer sozialen Verantwortung wegen als vorbildlich gelten. Einzige Station in Baden-Württemberg: LIQUI MOLY in Ulm. Von Beginn an ergriff Prost die Initiative: „Sorgen Sie für mehr Gerechtigkeit und dafür, dass die Menschen wieder Spaß an der Arbeit haben und nicht mehr geschröpft werden.“ Diesem Anliegen stimmte Steinmeier zu. Anderen Ideen von Firmeninhaber Prost, wie der Abschaffung der Bundesanstalt für Arbeit stand er skeptischer gegenüber. Diese leiste gute Arbeit. Prost aber sähe es lieber, wenn die Summen, welche die Bundesanstalt verschlingt, direkt an Unternehmen gegeben würde mit der eindeutigen Auflage, Stellen zu schaffen.
Mittelstand verdient mehr Beachtung
Prost nutzte Steinmeiers Besuch für einen gewaltigen Rundumschlag in Sachen Wirtschaft und Arbeitsplätze: „Es kann nicht angehen, dass marode Banken und Großkonzerne mit Milliardenbürgschaften und Subventionen des Staates am Leben erhalten werden, während mittelständische Unternehmen in aller Stille, fernab der Öffentlichkeit reihenweise den Bach runtergehen.“ Steinmeier rechnete er es hoch an, dass er durch seinen Besuch Interesse am Mittelstand und dessen Situation zeigt. Auch in Fragen der Einkommensverteilung vertreten beide denselben Standpunkt. Während Manager auch für schlechte Leistungen Millionen bekämen, müssten Krankenschwestern, Altenpflegerinnen oder Müllmänner mit „beschämender Bezahlung“ über die runden kommen. Dieses Ungleichgewicht wolle auch die SPD wieder ins Lot rücken. „Darum sitzen auch Sie hier und nicht Wirtschaftsminister zu Guttenberg“, scherzte Prost und schob gleich die nächste Forderung nach: „Hören Sie auf, Schulden zu machen!“ Es sei völlig ungeklärt, wer diese einmal begleichen soll, wahrscheinlich Kinder und Enkel. Gerecht und fair sei das nicht. Überhaupt müsse mehr für die jungen Generationen unternommen und in Bildung und Lehrstellen investiert werden. „Wenn man manche Schulen in diesem Land besucht, gewinnt man nicht den Eindruck in einem hochentwickelten Land zu sein“, prangert der Firmeninhaber die teilweise heruntergekommene Infrastruktur an.
Ethik braucht in der Wirtschaft Platz
Obwohl aus unterschiedlichen Lagern teilweise heftig dafür kritisiert, hält der SPD-Kanzlerkandidat an seinem Programm und dem Ziel fest. bis ins Jahr 2020 vier Millionen Arbeitsplätze zu schaffen. Prost schätzt es dagegen sehr und hält es für realistisch, „wenn alle ihren Job machen.“ Dafür nötig sei auch mehr soziale Verantwortung – auch bei einigen Unternehmern. Es könne nicht angehen, dass im einen Jahr Gewinne privatisiert werden und die Verluste in schlechten Zeiten sozialisiert. „Das ist unsozial und ein Mangel an Ethik“, sagt der LIQUI MOLY-Lenker und verlangt ein Ende des Raubtierkapitalismus. Dass es anders geht beweisen Prost und seine 450 Mitunternehmer in Ulm und im Mineralölwerk MÉGUIN in Saarlouis jeden Tag aufs Neue. Bewusst spricht Prost nicht von Mitarbeitern, sondern von Mitunternehmern. „Alle denken und handeln unternehmerisch. Am Ende des Jahres bekommt jeder den gleichen Anteil am Gewinn; von der Putzfrau bis zum Prokuristen. Denn jeder trägt seinen Teil zum Unternehmenserfolg bei.“ Neben den innovativen Produkten ist Steinmeier aus genau diesem Grund bei LIQUI MOLY. Unternehmen mit solch vorbildlich gelebter Sozialpartnerschaft betrachtet er als ideales Modell für die Verbindung zwischen erfolgsorientiertem Wirtschaften und verantwortungsvoller Ethik.
Ernst Prost
89081 Ulm
Jerg-Wieland-Str. 4
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